Selbstmanagement, ein Bericht von einer ehemaligen Kursteilnehmerin

Am ersten Schultag fassten wir das Thema «Selbstmanagement». Zuerst dachte ich mir: «Ist das wirklich wichtig? Ich habe meine Arbeitsweise doch gut im Griff.» Während des Lernens wurde mir jedoch bewusst, dass wohl bei allen Optimierungsbedarf besteht – es ist ja schliesslich noch kein Meister vom Himmel gefallen. Die Themen wurden im E-Book verständlich erklärt und mit realen Beispielen dargestellt. Dank den Repetitions- und Praxisaufgaben konnte ich das Gelernte vertiefen. Die e-Learning Plattform bot zudem eine optimale Vorbereitung auf den zweiten Kurstag.
Der zweite Tag startete ebenfalls mit zwei neuen Gesichtern, die am ersten Kurstag verhindert waren oder sich erst im Nachhinein anmeldeten. Schön, dass unsere Gruppe noch Zuwachs bekam. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde erklärte unser Dozent den Tagesablauf anhand eines übersichtlichen Flip-Charts. Als Erstes durften wir unsere Erwartungen und Ziele an den heutigen Tag aufschreiben und vor der Klasse präsentieren. Unser Dozent beobachtete dabei aufmerksam das Präsentationsverhalten und gab uns wertvolle Hinweise und Inputs zur Verbesserung. In der darauffolgenden Aufgabe mussten wir in Zweiergruppen mittels des Spiels «Story Cubes» einen Rückblick zu den Themen Arbeit, Schule und privat erzählen. Dazu erhielten wir Würfel, auf denen statt Zahlen, Bilder zu sehen waren. Diese Bilder mussten wir dann in unseren Rückblick miteinbauen. Es war recht schwierig, machte aber viel Spass und förderte unser kreatives Denken. Ein super Einstieg für einen lehrreichen Tag!
Im Plenum reflektieren wir unsere Lernweisen und das Umsetzen des Gelernten im Arbeitsalltag während der vergangenen Wochen. Neben den positiven Erlebnissen konnte ich auch negative Situationen ansprechen und war erfreut zu sehen, wie eifrig die Gruppe versuchte, Lösungen für diese Fälle zu finden. Obwohl wir uns erst seit Kurzem kannten, war doch schon ein gewisser Teamgeist entstanden. ?
Nach einer stärkenden Pause ging es weiter mit der Erläuterung der unterschiedlichen Kreativitätstechniken. Hilfreich war für mich, dass wir dabei wählen konnten, welche Technik wir vorstellen wollten, denn so konnten wir die Methode wählen, die für uns noch am Wenigsten verständlich war. Auch hier wurde wieder ein Flip-Chart erstellt und eine Präsentation mit anschliessendem Dozentenfeedback gehalten. Diese Übungsweise ist für mich wertvoll, da ich mir nicht bewusst war, wie mein Auftreten während einer Präsentation wahrgenommen wird oder welche Punkte bei der Flip-Chart-Erstellung zu beachten sind.
Um 12 Uhr wartete die wohlverdiente Mittagspause, die wir bei «Smiling Fish», einem Asiaten mit leckeren Gerichten direkt beim Bahnhof Baden, verbrachten. Der kurze Spaziergang an der frischen Luft lohnte sich, um den Kopf zu lüften. Beim Essen entstanden angeregte Diskussionen zur e-Learning Plattform, über unsere Arbeitsalltage und den heutigen Kurstag. Es war ein spannender Austausch, da wir alle aus unterschiedlichen Branchen kommen, in verschiedenen Anstellungsverhältnissen arbeiten und somit auch unterschiedliche Erwartungen an den Lehrgang mitbringen. Zudem tat es gut zu erfahren, dass man nicht die Einzige ist, die auch mal Mühe hatte, sich nach einem strengen Arbeitstag hinzusetzen und zu lernen. Von nichts kommt halt nichts.
Der Nachmittag startete mit einer Spielrunde zur Auflockerung, bevor es dann zur Vertiefung der «AZPERK»-Methode ging. Dabei erhielten wir eine Beispielsituation, die wir mittels des erlernten Problemlösungsprozesses bewältigen mussten. Dank dieser praktischen Übung konnte dieses Thema vertieft und dabei noch offene Fragen oder Verständnisprobleme geklärt werden.
Im ersten Kurstag listeten wir zwölf persönliche Ziele auf, die uns wichtig erschienen. Dabei durften wir einfach drauflosschreiben, ohne inhaltliche Angaben zu beachten. Dank der erlernten SMART-Methode konnten wir nun diese Ziele überarbeiten und korrekt formulieren, sodass nun realistische Vorhaben entstanden. Ich war mir nie bewusst, wie wichtig es ist, Ziele nach dieser Methode zu formulieren und bin überrascht, wie hoch die Motivation sein kann, ein SMART-Ziel zu erreichen.
Der zweite Kurstag war ein sehr lehrreicher und kurzweiliger Tag. Dank den praktischen Übungen konnte ich mein Wissen erweitern und vertiefen. Vollgepackt mit neuen Erkenntnissen trat ich nun den Heimweg an. Neu in meiner Tasche war das Buch mit dem Thema «Selbstkenntnis», welches bis zum nächsten Schultag zu bearbeiten ist. Ich bin gespannt, was mich in diesem Thema erwartet.